...step right up, sit right down...

Hier möchte ich meine Gedanken niederschreiben, ein Ventil für Seltsames, Schönes, Sinnloses, Alltägliches und alles was sonst noch im Leben, eines vielleicht etwas zu vertäumten Menschleins geschieht, finden.



Montag, 18. Oktober 2010

...melancholia...

...normalerweise kann ich meine Gefühle sehr gut steuern, es gibt einen Schalter für ein und einen für aus. Sollte Letzterer einmal nicht funktionieren, hab ich einen Gedankenkokon, in den ich krieche und wieder verwandelt und mit klarem Kopf heraussteige.
...ich versuche ein realer Mensch zu sein, der seine Träume Träume sein lässt, aber sein Leben nicht damit belastet.
...ich habe mir ein gutes Leben aufgebaut, ich mag meine Normalität und die Harmonie da drinnen.
...ich habe gelernt, dass man nicht alles ausprechen kann, sich nicht immer so benehmen kann, wie man gerade will und sich auch nicht immer von seinen Gefühlen leiten lassen kann.
...ich habe eine perfekte Maske des "Es geht mir gut!" entwickelt.
...ich versuche kein Chaos zu verursachen, keine Menschen vor den Kopf zu stossen und das zu tun das von mir verlangt wird. Es gelingt mir ganz gut.

Doch warum...

...möchte ich meinen Kokon des Verdrängens und Vergessens verbrennen und die beiden Schalter rausreissen?
...möchte ich in meinen Träumen verweilen?
...möchte ich fliegen, ganz weite oben, um nicht in Harmonie und Normalität zu ersticken?
...möchte ich meine Gefühle herausschreien, alles sagen was ich denke und mich so benehmen dass es mir gut geht?
...möchte ich diese Maske in 1000 Scherben zuerschlagen?
...fehlt mir etwas, in meinem geordneten Leben, in dem ich gedacht habe alles bedacht zu haben?

Warum lass ich mich aus der Bahn werfen, von bedeutungslosen Dingen, die mich nicht berühren sollten, aber es trotzdem tun?




1 Kommentar:

Abigail hat gesagt…

Das hast du sehr schön geschrieben. Macht nachdenklich. Manchmal trägt man wirklich eine Maske, in bestimmten Situationen.

Liebe Grüße,
Abby