...step right up, sit right down...

Hier möchte ich meine Gedanken niederschreiben, ein Ventil für Seltsames, Schönes, Sinnloses, Alltägliches und alles was sonst noch im Leben, eines vielleicht etwas zu vertäumten Menschleins geschieht, finden.



Donnerstag, 29. September 2011

Weasley ... oder von einer bedingungslosen Liebe

...sollte es wohl mitterweile heissen. Denn was ich an Nerven und Geld bis jetzt in dieses kleine Pferd gesteckt hab, ist schier unvorstellbar. Die meisten werden wohl nicht verstehen, wie man ein ein schon fast abgeschriebenes, ziemlich schwächliches Fohlen ins Herz schließen kann und bereit ist, alles für dieses kleine Lebewesen zu tun, koste es was es wolle. Man verzichtet auf die wundervollen Highheels oder dieses bezauernde Korsett, das ich letztens gesehen hab. Der Urlaub wird verschoben, und später für dieses Jahr ganz abgehackt, weil der Zwerg dieses nicht gerade billige Fohlenzusatzpulver braucht. Zusätzliche Nachtdienste werden eingelegt um erstens untertags das kranke Viech pflegen zu können und weil zweitens doch ein bisschen mehr aufs Konto kommt. Partys werden eher unwichtig, irgendwie will man sowieso nicht feiern, weil man lieber gefühlte 10 Stunden vor Goggle verbringt um sich durch Foren zu lesen und so vl. erfährt an was es liegt dass das Fell so stumpf aussieht oder woher aufeinmal der komische Hubbel an der Backe kommt. Das vielgeliebte Sushi wird zu Su (Reis) ohne Shi ( Fisch usw) und Mochito wird durch Bier ersetzt, weil Stroh angenehmer zu liegen ist als Sägespäne.

In letzter Zeit haben mich wohl viele als gereizt und ziemlich schräg empfunden. Als durchgedrehtes Etwas das seine Zeit mit etwas verschwendet, das sowieso nie wieder gut wird.
Doch es hat sich gelohnt, mein kleiner Unglücksvogel wird langsam wieder gesund. Kleine Momente wie das Wiehern sobald Weasley meine Schritte hört, das zufriedene Schnauben wenn man zum fünften Mal am Tag sein Bein kalt abwäscht oder diese Verbundenheit und das Vertrauen das man spürt, wenn man durch den ganzen Stall verfolgt wird und aufeinmal eine kleine Nase den Rücken anstubst die sich anschließend unter den Arm kuschelt. Diese Momente entschädigen für die letzten zwei anstrengenden Monate, des Hoffens und Bangens, der vielen Stunden die ich da war einfach nur damit ich da bin, so dass der Zwerg merkt nicht allein zu sein oder auch für die hohen Tierarztrechnungen, die mir so mach schlaflose Nacht bereitet haben.

Vielleicht gerade deswegen ist mir dieses kleine Tierchen so ans Herz gewachsen und ich denke ich ihm auch irgendwie.

1 Kommentar:

Hutmädchen hat gesagt…

Das klingt nach einer schönen Liebe zwischen Mensch und Tier :) Ich drück euch die Daumen, dass all die Sorgen bald komplett vergessen sind.